LAPPING PERCUSSION DARMSTADT

• Schlagzeug-Unterricht
• Afrikanische/Latino Perkussion
• Rhythmische Früherziehung für Vorschulkinder

 

 


Jürgen Hippler
Friedrichstraße 34
64293 Darmstadt


Tel.: 01577 - 267 3113
e-mail: hipplerfamily@t-online.de

 

 

 

 
• Rhythmische Früherziehung und Tonübungen für Kinder ab 5 Jahren •
 
 

Das Gehirn von Kleinkindern ist in der Lage, enorme Mengen von Daten aufzunehmen und abzuspeichern. Diese Tatsache ist hinlänglich bekannt.Was das in Bezug auf Musik bedeutet, hat Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer in seinem Buch "Musik im Kopf" herausgearbeitet.

Jürgen Hippler, diplomierter Musiker und Percussionslehrer, hat sich mitdiesem Buch eingehend beschäftigt und hier einige Fakten und Erkenntnisse aus diesem Buch für Sie zusammengestellt:

Das Ohr geht in der 28. Schwangerschaftswoche quasi online, mit einer Frequenzempfindlichkeit von 1000 - 2000 Hz. Experimente ergaben, daß Säuglinge im Alter von wenigen Monaten Konturen einer Melodie erkennen, Durdreiklänge von anderen Dreiklängen unterscheiden können, Veränderung von Rhythmen wahrnehmen.

Um sich vorzustellen, was das Gehirn leisten kann, muss man sich einmal die Datenmenge vergegenwärtigen. Das Gehirn erreichen zwei bis drei Millionen Nervenfasern, pro Faser können bis zu 300 Impulse per Sekunde übermittelt werden. Das bedeutet 600 bis 900 Millionen Impulse per Sekunde. Die Impulse werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 360 km/Std. entlang den Nervenfasern zum Gehirn transportiert. In Computersprache ausgedrückt, bedeutet das bei einem Impuls gleich 1 Bit (8 Bit = 1 Byte) ca. 100 Millionen Byte oder 100 Megabyte pro Sekunde.

Diese enorme Menge an Information befindet sich, um in der Computersprache zu bleiben, quasi im Arbeitsspeicher und wird dann auf der Festplatte (Gehirn) abgelegt. Dieses Ablegen im Gehirn wird von Neurologen als Neuroplastizität bezeichnet. Neuroplastizität deswegen, weil sich das Gehirn plastisch formen lässt. Über die Verbindung Neuron - Synapse - Neuron bilden sich Neuronenstränge, die, je öfter sie benutzt werden, umso dicker werden. Man kann sich das in etwa so vorstellen wie bei Muskeltraining an Geräten oder beim Joggen. Manfred Spitzer sagt dazu:

"Neurobiologisch betrachtet, besteht lernen in der Veränderung der Stärke der Verbindungen zwischen Nervenzellen."

Diese einmal geknüpften Verbindungen bleiben lebenslang erhalten und werden von Neurobiologen als stille Verbindungen bezeichnet. Manfred Spitzer sagt weiter:

"Es wäre schön, könnten wir darauf achten, dass unsere Kinder bereits früh mit vielen interessanten Dingen Kontakt haben. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr."

Da Musik in beiden Gehirnhälften verarbeitet wird, ist das Corpus callosum, dasbeide Gehirnhälften miteinander verbindet, bei Musikern bis zu 15% dicker.Der Durchgang von links nach rechts und umgekehrt wird bei Musikern öfter benutzt und ist deswegen dicker, denn die linke Hemisphäre analysiert den Rhythmus, während die rechte zuständig ist für Töne und Melodie. Links findet also logisch-analytisches Denken statt, rechts kreativ-intuitives. Insgesamt wird also beim Musizieren, Hören, Verstehen und Erleben von Musik, im neuronalen Netzwerk, das gesamte Gehirn benutzt. Zitat Manfred Spitzer:

"Das Erlernen künstlerischer Fähigkeiten bewirkt, daß die geistigen Fähigkeiten gleichsam gestreckt werden und diese Flexibilität auf andere Bereiche übergreift."

So wird z.B. Rhythmus in der linken Insel des linken inferioren Broca Areals verarbeitet - genau diese Bereiche sind auch für die Sprachverarbeitung wesentlich. Das heißt, die auf einem Gebiet erworbenen Fähigkeiten und die dadurch entstandenen neuronalen Bahnen werden auch für andere Fähigkeiten mitbenutzt. Man fragt sich: woher weiß man das so genau? Die Antwort ist: man kann dem Gehirn mittlerweile beim Arbeiten zuschauen. Möglich geworden ist das durch die Entwicklung von Magnet-Resonanz-Tomographien und Positronen-Emissions-Tomographien.

Angeregt durch die Lektüre des Buches "Musik im Kopf" und aufgrund seiner über dreißigjährigen Erfahrung im Unterrichten, bietet Jürgen Hippler jetzt rhythmische Übungen für Kinder ab 5 Jahren an. Ziel der Übungen ist das Ordnen und Strukturieren von Zeit ("Musik ist Gestalt in der Zeit." Zitat Spitzer) und das Einüben von Bewegungsabläufen in der Zeit, Rechts - Links Koordination. Mit einfachen Übungen wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Aufmerksamkeit der Kinder auf zeitliche Strukturen und später auch Töne zu lenken, dabei kommt es nicht auf ein sprunghaftes Begreifen eines Zusammenhangs an, sondern auf das graduelle Aneignen einer Fähigkeit (implizites Lernen).

Der Unterricht ist nicht als Musikunterricht im engeren Sinne gedacht, sondern dient der Entwicklung von Intelligenz allgemein. Alle Bereiche multipler Intelligenzen werden dabei entwickelt, sowohl die sprachliche Intelligenz, die logisch mathematische, die musische, die körperliche und Bewegungsintelligenz, die räumliche, die interpersonale und die intrapersonale.

Der Unterricht findet in Gruppen bis zu 8 Kindern statt.

 
     
 

Jürgen Hippler : Kurzbiographie

 
  Percussion & Chinesische Gongs, 1949 in Darmstadt geboren.

Beginnt im Alter von 16 Jahren autodidaktisch Schlagzeug zu spielen. Von 1969 bis 1979 studiert er an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und an der Hochschule für Musik in Hamburg klassisches Schlagzeug. Während dieser Zeit ist er von 1974 bis 1977 Mitglied der Hamburger Symphoniker.

Nach einem längeren Aufenthalt 1973 im westafrikanischen Staat Ghana befasst er sich näher mit afrikanischer Trommelkultur. 1975 gründet er mit "FAR OUT" die erste Percussiongruppe Deutschlands.

Seit 1984 arbeitet er in seinem Institut "Lapping Percussion" in Darmstadt, wo er afrikanische und südamerikanische Percussion unterrichtet, Workshops für afrikanischen Tanz veranstaltet und Konzerte mit internationalen Künstlern organisiert, Schwerpunkt Percussion.

Seit 1984 bis heute begibt er sich immer wieder für Studienaufenthalte nach Ghana.

Nach dem persönlichen Import von mehreren chinesischen Gongs nach einem Aufenthalt in Peking beginnt er sich mit Gongs zu beschäftigen und ab 2000 gibt er Solokonzerte mit chinesischem Gongspiel, Gong und gregorianische Gesänge sowie Workshops für Tiefenentspannung mit Gongs & Percussion.
Beim Hören einer Greenpeace-CD mit Aufnahmen von Walgesängen hat er die Idee zu einem besonderen Projekt. Zusammen mit dem Tonmeister und Musiker Ralph Schloter startet er 2008 mit KING GONG das "Gong - Wale - Projekt, featuring Jimi Hendrix. Das Projekt der beiden Musiker ist der Auftakt zu einer Konzertreihe mit dem Namen "Klangbehandlungen".

 
 

weitere Musikalische Tätigkeiten:


• Produktionen für NDR, WDR, HR für klassische und Neue Musik. Schauspielmusik für Jerome Savary, Deutsches Schauspielhaus Hamburg.
• Gastspiele für das Goethe Institut und die Oper Frankfurt in Bordeaux, Paris, Brüssel und Wien.
• Zusammenarbeit beim Festival "Theater der Nationen" mit Joji Hirota und der Theatergruppe "Lindsay Kemp Company", London.

Musikalische Veröffentlichungen:


• CD "YA YA" feat. Hans Hartmann, Matthias Schubert, Thomas Honecker, Tony Bianco, Mesut Ali und das Lapping Percussion Ensemble.
• CD "Listen" - Gong solo.
• CD "Soli deo gloria" - Gongs und Gregorianische Gesänge.

 

 


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